Extremismus als ideologischer Kampfbegriff: Fehler und Zwecke der Extremismustheorie

Bei der Distanzierung von ultrarechten Positionen werden Bürgerliche nicht müde, sich auch von links”extremem” Standpunkten abzugrenzen. Rechts- wie Linksextremismus würden “unsere demokratischen Werte” bedrohen, seien im Grunde ohnehin das gleiche und als politische Abnormität abzulehnen und zu bekämpfen – links i.d.R. wesentlich vehementer als rechts.

Die Extremismustheorie ist geprägt von inhaltsleeren Bestimmungen, Widersprüchen und Tautologien. “Unsere Demokratie” ist das, was der Extremismus nicht ist, und umgekehrt. Wissenschaftlich ist die Theorie längst falsifiziert, dennoch liegt sie nicht nur dem bürgerlichen Verständnis des Politischen zugrunde, sondern ist als Kampfbegriff ideologische Aktionsbasis des Verfassungsschutzes und seiner Angriffe auf politische Akteur*innen.

In unserem Vortrag wollen wir erst die Extremismustheorie vorstellen und ihre Fehler kritisieren sowie anschließend reflektieren, welchen Zweck ihre Verfechter*innen verfolgen.

Mittwoch, 19. Juni 2019 | ab 18 Uhr | Uni Bremen, GW2, B2900

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