Studentenverbindungen in Bremen

 
Farbentragend – Antifeministisch – Nationalistisch
 

Die folgende Seite soll einen kurzen Überblick und eine Einführung in das Thema der Stundentenverbindungen (Bremen und Deutschlandweit) bieten.

In vielen traditionellen Universitätsstädten ist es Alltag, doch in Bremen eher ein Randphänomen: Burschenschaftler und Verbindungen.  Die deutschen Studentenverbindungen und Burschenschaften sind ein schwer durchschaubarer und intransparenter Haufen aus verschiedenen Verbänden, Dachverbänden und Prinzipien.

Doch es lohnt sich einen Blick auf die verschiedenen Organisationen und ihre politischen Ansichten zu blicken, denn hinter der Weltoffenen, ehrhaften und gehobenen Fassade der Verbindungen stecken häufig starker Nationalismus, völkisches Denken und Frauenfeindlichkeit.

Weitere Informationen:

In Bremen gibt es „nur“ Studentenverbindungen, also keine Burschenschaften, welche allesamt „nichtschlagend“ sind, d.h. das Fechten ist bei ihnen keine Pflicht. Dennoch legen die bremischen Verbindungen großen Wert auf die Nationalität, Traditionen und das Lebensbund-Prinzip. Einmal im Männerbund aufgenommen, ist man auf ewig Mitglied. Frauen werden in den meisten bremischen Verbindungen ausgeschlossen und dienen höchsten als Begleitung auf Festen.

Nach außen geben sich die Verbindungen tolerant, demokratisch und weltoffen. Mit ihren Prinzipien vermitteln sie gegenseitigen Respekt. Doch nach Innen sind die Verbindungen hierarchisch und autoritär aufgebaut, Regeln und altmodische Rituale sind dabei prägend. Außerhalb der Traditionen und Gebräuche gibt es keine Platz in den autoritären Männerbünden. Die bremischen Studentenverbindungen bilden da keine Ausnahme.

Studentenverbindungen in Bremen sind u.A.  der Verein deutscher Studenten zu Bremen (VDSt), K.T.V. Virsurgis oder der Bremer Wingolf. Die meisten der ca. 5-6 Studentenverbindungen in Bremen haben eine starken Fokus auf christliche Werte, bzw. verstehen sich als katholische Verbindung, vertreten dabei aber auch das Lebensbund-Prinzip oder den Auschluss von Frauen.

Es gilt, den weltoffenen und wohlerzogenen Schein der Verbindungen zu durchbrechen und zu hinterfragen. Eine Wertebasis á la Kaiserzeit darf nicht Teil der Gesellschaft werden sondern muss entschlossen bekämpft werden. Es sind alle Studierenden gefragt, die Verbindungen kritisch zu betrachten und keinen Raum an der Uni und im Alltag zu lassen.

In der nächsten Zeit wird sich der AStA und das Referat für Politische Bildung & Soziales weiter mit dem Thema beschäftigen und die Studierendenschaft weiter informieren!


Bemerkung: Von allen hier dargestellten Primärquellen und Aussagen der Studentenverbindungen distanziert sich der AStA und das Referat für Politische Bildung & Soziales! Die Darstellungen dienen ausschließlich als Input für kritische Menschen!