Solifonds für den Semesterbeitrag / Solidarity fund for the semester fee

(English version below.)

Hast du auch gehört, dass der Semesterbeitrag an der Uni Bremen zum nächsten Semester aufgrund von Kürzungen durch die Bremer Landesregierung um 90€ auf 425,40€ erhöht wurde? Von der Demo, der Vollversammlung und der Besetzung des Universitätsboulevards von Studieren am Limit bzw. Studis gegen Rechts und von den Boykottaufrufen?

Für viele Studis bedeutet diese massive Erhöhung ein ernsthaftes Problem, denn auch die Mieten und die Preise für Lebensmittel sind hoch und Viele haben nicht das Glück, in ihrem Umfeld finanzielle Unterstützung zu finden. BAföG wird an so wenige Studierende ausgezahlt, wie seit 25 Jahren nicht. Studienkredite sind zu Schuldenfallen geworden.
Immer mehr Studis gehen deshalb neben dem Studium arbeiten, was mit vielen Studiengängen kaum vereinbar ist und zu deutlich längeren Studienzeiten und starken Belastungssituationen führt.

Am 19.09.2025 läuft nun die Mahnfrist aus, den Semesterbeitrag zu bezahlen. Uns – den AStA der Uni Bremen – erreichen gerade immer mehr Nachrichten von Studierenden, die den Betrag nicht mehr stemmen können.
Menschen brechen jetzt gerade ihr Studium ab.

Die Bremische Regierung weigert sich den Semesterbeitrag wieder zu senken. Deswegen eröffnen wir nun einen Solifonds und versuchen, den Betrag für 20 Menschen zu sammeln.
Wir finden es nicht akzeptabel, dass sich Bildungsbiografien und damit ganze Leben verändern, weil unser Semesterbeitrag der zweithöchste Deutschlands geworden ist. Bildung ist ein Menschenrecht und für die Einzelperson die nachhaltigste Art, in Lebensstandard, finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit zu investieren.
Auch das Land braucht gut ausgebildete Arbeitskräfte – wir können es uns nicht leisten, das Potenzial, das besteht, durch solche unsozialen Maßnahmen zu verlieren. Durch den demografischen Wandel werden wir in unserer Generation sowieso einmal Wenige sein, die die Renten für Viele erarbeiten müssen. Mit noch weniger Menschen wird das noch schwerer werden und zu noch mehr Elend auch unter den älteren Bevölkerungsgruppen führen, als jetzt schon besteht. Sowohl individuell als auch gesellschaftlich betrachtet, darf Studieren deshalb nicht nur etwas für Reiche sein.

Deshalb bitten wir dich heute, einer Person, die gerade in dieser Stadt studiert, ein Stück weit durch diese Situation zu helfen.
Bitte hilf uns mit einer Spende für mehr Bildungsgerechtigkeit!

Hier geht’s zur Spendenaktion: https://gofund.me/7cf978091




Have you heard that the semester fee at the University of Bremen has been increased by €90 to €425.40 for the next semester due to cuts by the Bremen state government? About the demonstration, the general assembly and the occupation of the university boulevard by Studieren am Limit (Studying at the Limit) and Studis gegen Rechts (Students against the Right) and the calls for a boycott?

For many students, this massive increase is a serious problem, as rental costs and food prices are also high and many are not fortunate enough to find financial support in their social circle. BAföG is being paid to fewer students than at any time in the last 25 years. Student loans have become debt traps.
As a result, more and more students are taking on part-time jobs alongside their studies, which is hardly compatible with many study programmes and leads to significantly longer study times and high levels of stress.

The deadline for paying the semester fee ends on 19.09.2025. We – the AStA of the University of Bremen – are receiving more and more messages from students who can no longer afford to pay the fee.
People are currently dropping out of their studies.

The Bremen government refuses to decrease the semester fee again. Therefore, we are now opening a solidarity fund and attempting to collect the amount for 20 people.
We find it unacceptable that educational biographies and thus entire lives are changing because our semester fees have become the second highest in Germany. Education is a human right and, for the individual, the most sustainable way to invest in standard of living, financial stability and independence.
The country also needs a well-educated workforce – we cannot afford to lose the potential that exists through such unjust measures. Due to demographic change, our generation will be few in number and will have to work to pay for the pensions of many. With even fewer people, this will become even more difficult and lead to even more hardship among the older population than already exists. From both an individual and a societal perspective, studying should therefore not be something only for the rich.

That is why we are asking you today to help someone who is currently studying in this city to get through this situation.
Please help us with a donation for more educational equality!

Click here for the fundraising campaign: https://gofund.me/7cf978091