Barrierefreies Studium

Zwar stammen die Ergebnisse der 15. Sozialerhebung des Studentenwerks noch aus dem Jahr 1999, an ihrer steten Gültigkeit zweifeln viele ExpertInnen aber nicht. Demnach leben knapp zehn Prozent der Studierenden an der Uni Bremen mit einer Beeinträchtigung. Diese kann physischer Natur sein (bsw. Seh-, Hör- und Gehbehinderungen); aber auch chronische Erkrankungen (z.B. Migräne und Neurodermitis), psychische Beschwerden (Versagensängste, Magersucht) und die Betreuung bzw. Pflege eines Familienmitgliedes können den Studienalltag zum Teil stark beeinträchtigen.

Zahlreiche Barrieren versperren diesen Studierenden ihren (Bildungs-)Weg. Diese schlagen sich einerseits auf die Mobilität der Studierenden nieder (Treppenhäuser, steile Rampen etc.), andererseits stellt die spezifische Struktur des Lehrbetriebs Universität eine Hürde für sich dar. Volle Lernpläne und feste Anwesenheitsslots bis spät in den Abend hinein belasten bereits viele Studierende ohne (die genannten) Beeinträchtigungen. Kommt eine solche jedoch hinzu wird diese Last nahezu unerträglich. Die mangelnde Sensibilisierung vieler DozentInnen – aber leider auch vieler KommillitonInnen – leistet ihren eigenen negativen Beitrag. So verwundert es nicht, dass die Mehrheit der Betroffenen ihr Studium in die Länge zieht oder sogar abbrechen muss.

Dabei ist deine Hilfe gefragt. Wenn sich für dich Barrieren im Studium ergeben, dann teile sie uns – gerne auch anonym – mit. Gemeinsam schaffen wir es Barrieren abzubauen.

Die größte Barriere ist die eigene Ignoranz.

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