Die Kinder von Auschwitz – Lesung mit Alwin Meyer

Kinder im KZ Auschwitz-Birkenau

Das Buch | Kinder in Auschwitz: Das ist der dunkelste Fleck einer dunklen Geschichte. Sie wurden mit ihren Familien nach Auschwitz verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt. Die Spuren des Erlittenen tragen sie zeitlebens auf dem Körper und in ihren Seelen. Die eintätowierte Häftlingsnummer wächst mit. Auschwitz ist immer gegenwärtig. Nach ihrer Befreiung kannten manche weder ihren Namen, noch ihr Alter, noch ihre Herkunft. Fast alle waren Waisen. Sie trauten lange Zeit keinem Menschen mehr, mussten mit ihren Kräften haushalten, waren voller Angst.

Der Autor | Alwin Meyer wurde 1950 in Cloppenburg geboren. Seit 1972 ist er in vielen Ländern auf Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. Mehrere Ausstellungen, Bücher, zahlreiche Artikel und einen Dokumentarfilm hat er zum Thema veröffentlicht. 1982 wurde er mit dem Preis »Das politische Buch des Jahres« ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein viel beachtetes Werk »Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz« in überarbeiteter zweiter Auflage im Göttinger Steidl Verlag.

Die Lesung:

Zeit: 13. Dezember 2017, 19:00 Uhr (Einlass 18:30)
Ort: HS 2010 (Großer Hörsaal) (Übersichtskarte), barrierefrei
Eintritt frei, Getränke- und Buchverkauf geplant
Veranstaltung auf Facebook – gerne alle Freund*innen einladen!

New German language courses/ Neue Deutschkurse

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Unsere neuen Kurse starten am 16. Oktober 2017. Siehe hier für mehr Informationen

Jahrbuch rechte Gewalt – Lesung mit Andrea Röpke

Andrea Röpke (Foto: L. Schmidt)

Am 8. November veranstaltet der AStA eine Lesung mit Andrea Röpke (Eintritt frei), der renommiertesten deutschsprachigen Journalistin im Bereich Rechtsextremismus. Ihr „Jahrbuch rechte Gewalt“ versammelt in einer Chronik alle Gewaltverbrechen mit rechtsradikalem Hintergrund, dokumentiert einzelne Fälle und Täter*innen in Reportagen und Porträts. Es leuchtet Vorgehensweisen, Täter*innengruppen, lokale Schwerpunkte und Tendenzen in Hintergrundberichten aus. Andrea Röpke berichtet über die Verbindung zwischen Hooligans und Pegida, AfD-Demonstrationen und NPD-Aktionen, über Brandserien im Havelland, wegschauende Bürger*innen und Lokalpolitiker*innen, die Hintergründe und der Prozess nach dem Angriff auf den Leipziger Stadtteil Connewitz. Alle Informationen dazu findet ihr auf unserer Veranstaltungsseite.

Wir sind alle Linksunten – Gegen die rechtspopulistische Kriminalisierung linker Strukturen

Am 25. August maßte sich der deutsche Innenminister Thomas de Maizière an, die Website linksunten.indymedia.org zunächst einfach zu einem Verein zu erklären, um sie anschließend verbieten zu können – neben einer rechtlich gesehen mehr als fragwürdigen Vorgehensweise, stellt dieser Schritt insbesondere in seiner politischen Dimension wie auch in seiner Durchführung einen klaren und in keinster Weise berechtigten Angriff auf linke Strukturen dar.
Nach dem Verbot des „Vereins“ und der Sperrung der Website erfolgte die Durchsuchung mehrerer privater Wohnräume sowie des Autonomen Zentrums KTS in Freiburg, dem mutmaßlichen „Vereinssitz“ von Linksunten, bei dem ein Großteil der Infrastruktur der KTS entwendet wurden. So nahmen die Polizist*innen nicht nur – nebenbei legale – Waffen, wie Schlagstöcke, Messer und Sprühdosen, mit, sondern griffen auch beherzt bei Speichermedien, Technik, Telefonen, der Kaffeekasse, dem Tresor sowie der Post und Unterlagen diverser Gruppen, die sich regelmäßig in der KTS treffen, zu. Gegenstände, die eben keineswegs den Betreibern von Linksunten gehören, sondern den Künstler*innen, Theatergruppen, dem Umsonst- und Infoladen, den Werkstätten und Umwelt- und Antifagruppen, die sich in der KTS treffen oder dort aktiv sind.

Was de Maizière als schweren Schlag gegen die linksextremistische Szene und das „wichtigste Medium des gewaltorientierten Linksextremismus“ feiert, ist dabei allerdings nichts weiter als der verzweifelte Versuch, kurz vor der Bundestagswahl noch einmal kräftig am rechten Rand nach Stimmen zu fischen, um potentielle AfD-Wähler*innen wieder in die heimischen Gefilde von CDU und CSU zu locken. Das ganze passt dann auch prima in die de maizièresche Strategie, die Riots beim G20-Gipfel als Argument zu nutzen um endlich alles was auch nur im Entferntesten links ist zu kriminalisieren, damit alle linken Zentren, selbstverwalteten Strukturen, emanzipatorischen Projekte und sonstige Breschen, die die schöne „heile“ Welt der CDU stören, vom Erdboden verschwinden. Dazu gehört dann natürlich auch, die Verabschiedung der Berliner Erklärung durch die Innen- und Justizminister*innen der Union.

Schön ist in diesem Zusammenhang auch, dass es eben jener Innenminister ist, der zum NSU schweigt, zum Jahrestag von Rostock-Lichtenhagen kein Wort verliert, bei rechtsextremen Übergriffen zumeist nur hohle Phrasen von sich gibt um dann wieder vor dem „linken Terror“ zu warnen und zeitgleich mit Ansehen muss wie das BKA in Mecklenburg-Vorpommern die Wohnungen von zwei Nazis (ein Polizist und ein Mitglied der Rostocker Bürgerschaft) stürmt und dort zwar keine Schlagstöcke und Sprühdosen findet, wohl aber Schusswaffen, Munition und Todeslisten mit Personen aus dem linken Spektrum – aus Angst vor Verstrickungen im Übrigen ohne Rücksprache mit den örtlichen Polizeibehörden.

Keine Uni dem Rassismus! Der verbotene AStA-Flyer zum Download

keineunidemrassismus Nachdem die wesentlichen Inhalte unseres Protestflyers anlässlich des Auftritts des rechtsradikalen „Talkshow-Professors“ (Frankfurter Rundschau) Jörg Baberowski an der Uni Bremen rund ein halbes Jahr gerichtlich verboten waren, dürfen wir den Text nun wieder vollständig publizieren – und das tun wir natürlich sehr gerne und rufen euch dazu auf, den Flyer und seine Inhalte weiter zu verbreiten. Für einen entschlossenen Kampf gegen Rechts, auf dem Campus und darüber hinaus!

Flyer-Download: Keine Uni dem Rassismus! (PDF-Datei; 42 kb)

Hinweis: Der Flyer ist verfügbar unter der freien Lizenz CC BY-SA 4.0, als Urheber zu nennen ist der AStA der Uni Bremen.