Referate

Antifaschismus und Antinationalismus

Seit dem “Rechtsruck” der vergangenen Jahre treten rechte und rechtsradikale Kräfte immer selbstbewusster auf. Mit der AfD sitzt eine rechtsradikale Partei im Bundestag sowie in den meisten Landesparlamenten, profaschistischem Gedankengut wurde durch die Identitäre Bewegung ein neuer, hipper Glanz verliehen und auch die bürgerlichen Parteien bemühen sich immer offener darum, Wähler*innen zu überzeugen, dass an ihrem Nationalismus gar nichts verkehrtes sei, die AfD aber nicht richtig erkannt hätte, was Deutschland wirklich gut tut. 

Das Referat für Antifaschismus und Antinationalismus will einen Beitrag dazu leisten, dem entgegenzutreten. Dabei ist es besonders wichtig, Antifaschismus und Antinationalismus gemeinsam zu denken und zu betreiben. Nationalismus ist ein Kernproblem der Gesellschaft und wird nicht etwa erst dann bedrohlich, wenn er “zu aggressiv” nach außen tritt und ausformuliert wird. Viel mehr ist er die Grundlage sowohl bürgerlicher wie auch radikal rechter Diskriminierung gegen alle, die vermeintlich nicht “dem Volk” zugehören, und für alle, die “dem Volk” zugerechnet werden, bedeutet er die Abstraktion von reellen Interessensgegensätzen und individuellen Bedürfnissen zugunsten der falschen Gemeinschaft unter der deutschen Flagge.

Einerseits müssen wir uns klar machen, was das Konzept “Nationalismus” bedeutet und was eigentlich dagegen spricht, “seine Heimat zu lieben und für sie einzustehen”. Dabei darf auch der bürgerliche Nationalismus nicht aus dem Blick geraten.

Darum wird die AStA-Veranstaltungsreihe “Rechte Umtriebe” im Wintersemester 2019/2020 fortgesetzt. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf der Kriminalisierung und Diskreditierung radikaler Kritik an und Aktionen gegen die aktuelle Gesellschaft.

Extremismus als ideologischer Kampfbegriff: Fehler und Zwecke der Extremismustheorie

27.11.2019 – 18:00 Uhr – GW2 B1820

Die Klage der Sozialistischen Gleichheitspartei gegen den Verfassungsschutz

04.12.2019 – 18:00 Uhr – GW2 B8120

Genauere Veranstaltungsbeschreibungen findet ihr unten.

Geplant sind ferner Veranstaltungen zu Religion, Sexismus und Leistungsethos. Haltet für aktuelle Informationen auf der Homepage des AStA oder in der Mensa die Augen nach Veranstaltungshinweisen auf.

Andererseits darf die nationalistische Alltagspraxis nicht unwidersprochen bleiben. Darum sind wir Aktionspartner*in im Bremer Bündnis gegen Rechts und Initiator*innen des Aufbaus des Antifaschistischen Campuskollektivs, ein Zusammenschluss (hochschul-)politischer antifaschistischer Gruppen im deutschsprachigen Raum. Desweiteren sind wir Ansprechpartner*innen, wenn euch (radikal) rechte Umtriebe auf dem Campus auffallen.

Wir freuen uns über Diskussionsanregungen und Beteiligung an unseren Projekten. Hierfür gibt es den Antifa-AK, bei dem ihr mitwirken und eigene Ideen und Impulse einbringen könnt.

Schreibt uns bei Interesse einfach an antifa@asta.uni-bremen.de. Wir freuen uns auf euch!

Extremismus als ideologischer Kampfbegriff: Fehler und Zwecke der Extremismustheorie
20.11.2019 – 18:00 Uhr – GW2 B1820

Bei der Distanzierung von ultrarechten Positionen werden Bürgerliche nicht müde, sich auch von links”extremen” Standpunkten abzugrenzen. Rechts- wie Linksextremismus würden “unsere demokratischen Werte” bedrohen, seien im Grunde ohnehin das gleiche und als politische Abnormität abzulehnen und zu bekämpfen – links i.d.R. wesentlich wehementer als rechts.

Die Extremismustheorie ist geprägt von inhaltleeren Bestimmungen, Widersprüchen und Tautologien. “Unsere Demokratie” ist das, was der Extremismus nicht ist, und umgekehrt. Wissenschaftlich ist die Theorie längst falsifiziert, dennoch liegt sie nicht nur dem bürgerlichen Verständnis des Politischen zugrunde, sondern ist als Kampfbegriff ideologische Aktionsbasis des Verfassungsschutzes und seiner Angriffe auf politische Akteur*innen.

In unserem Vortrag wollen wir erst die Extremismustheorie vorstellen und ihre Fehler kritisieren sowie anschließend reflektieren, welche Zwecke ihre Verfechter*innen verfolgen.

Die Klage der Sozialistischen Gleichheitspartei gegen den Verfassungsschutz
27.11.2019 – 18:00 Uhr – GW2 B1820

“Das Streiten für eine sozialistische Gesellschaft” steht im Widerspruch “mit den zentralen Werten des Grundgesetzes”. Mit dieser Kriegserklärung an egalitäre Grundprinzipien rechtfertigt die Bundesregierung die geheimdienstliche Überwachung der Sozialistischen Gleichheitspartei (SGP). Die Partei hat vor dem Verwaltungsgericht Berlin Klage gegen ihre Nennung im Verfassungsschutzbericht eingelegt.

Die Auseinandersetzung hat grundsätzlichen Charakter. Angesichts eines scharfen Rechtsrucks will die Bundesregierung das Willensstrafrecht der Nazis wiederbeleben und schon sozialistisches Denken kriminalisieren.

Während der Verfassungsschutz seine schützende Hand über Rechtsterrorist*innen stellt, soll jede*r unter Beobachtung gestellt werden, die*der sich dem rechten Treiben entgegenstellt und sozialistische Perspektiven vertritt.

Auf der Veranstaltung werden Vertreter der IYSSE, der Studierendengruppe der PSG, die Bedeutung des Falls und die Konsequenzen für hochschulpolitische Arbeit erläutern, die gesellschaftlichen Grundlagen des Rechtsrucks analysieren und diskutieren, wie man dem entgegentreten kann.

Department for antifascism and antinationalism

We have to realize that the mantra of bourgeois nationalism – ‘too much nationalism is bad, the right amount is fine’ – is false. Either form of nationalism leads directly to unbearable results. It always serves reasons to discriminate those it excludes of the nation while it proclaims a false community between those belonging to it. The very concept of nation demands from it’s citizens to see themselves as a part of something bigger and therefore be willing to step back on their individual interests for the nation’s sake. It denies clashes of interests between it’s fellow citizens through the construction of togetherness under the flag. Antifascism can’t work if you don’t criticize Nationalism altogether. 

This means that – on the one hand – we must grasp the very idea of Nationalism and it’s faults in order to explain ‘why it’s bad to love one’s country’ (or why there isn’t anything loveable to begin with).

In the winter term 2019/20 there will be various presentations about the core values of “german identity” which the right now says to be attacked from other cultures. This time we stress the faults and effects of the theory of Extremisms, which criminalizes and discredits radical critique about and action against the current society.

Theory of Extremism – faults and impact on political activism

27th November 2019 – 6:00 pm – GW2 B1820

legal action of the Sozialistische Gleichheitspartei against the office for the protection of the constitution

04th December 2019 – 6:00 pm – GW2 B1820

Further topics will be religion, sexism and work ethics. Keep up-to-date regarding the details via our homepage or on campus.

On the other hand, we must not forget to object right wing every day action. We are allies in the local alliance against the right wing (Bremer Bündnis gegen Rechts) and initiators of the antifascist collective on campus, an alliance of several antifascist groups from all over the german-speaking area. Furthermore, please contact us if you notice any right (radical) activities on campus.

We organize ourselves in an open working group you are invited to join with criticism or new ideas. Just text us via antifa@asta.uni-bremen.de if you are interested!


Vergangene Vorträge & Diskussionsveranstaltungen

Unsere Vortragsreihe “Rechte Umtriebe” geht im Juni 2019 weiter!


Längst ist landläufig anerkannt, dass in den vergangenen Jahren ein „Rechtsruck“ in der Gesellschaft stattgefunden hat – dass rassistische Hetze seit Pegida wieder zum Fundus des Sagbaren gehört und zu „Sorgen besorgter Bürger*innen“ verklärt wird, dass die Präsenz rechtsradikaler Kräfte in Parlamenten seit den erschreckenden Erfolgen der AfD normal geworden ist, dass profaschistisches Gedankengut durch die Identitäre Bewegung ihren brachialen Glazen-Bomberjacken-Springerstiefel-Style gegen gelb-schwarzes Hipstertum getauscht hat.

Xenophobie und Nationalismus ist allerdings bei weitem nicht nur der Schmuddelecke Rechtsaußen überlassen – sie gehören ganz selbstverständlich zur politischen Landschaft. Ein Blick in die Mitte offenbart, dass sich auch Horst Seehofer, Sahra Wagenknecht, Angela Merkel, Christian Lindner – um nur ein paar der prominentesten Namen zu nennen, die Liste ließe sich endlos fortführen – in der Rolle der Verteidiger*innen deutscher Werte gefallen.

Was sollen das eigentlich für Werte sein, die zu der “Leitkultur” gehören, in die “die anderen” erfolgreich “integriert” werden müssen? Welche ideologischen Grundannahmen hat eine Gesellschaft, in der Nachrichten wie “Die AfD verlangt bundesweit die Herausgabe der Namen politisch aktiver Student*innen” oder “Die AfD installiert eine Plattform, auf der Lehrer*innen denunziert werden sollen, die schlecht über die Partei reden” nur müde Empörung statt flächendeckende Auflehnung dagegen auslösen? Was ist gegen nationalistisches Denken zu sagen, was sind Strategien der Rechten und wie kann man ihnen entgegentreten – an der Uni und darüber hinaus?

Es reicht nicht, zu Hause eine Abneigung gegen ein paar besonders radikale Parolen von Pegida zu hegen – es braucht eine kollektive Befassung. Zu diesem Zweck haben wir einige Referent*innen geladen, mit denen wir zusammen die aktuellen Entwicklungen beleuchten und analysieren können.
In diesem Sinne: kommt und diskutiert mit uns!

05.06. Antisemitismus im Deutschrap

12.06. Qui Bono? Rechte Verschwörungsideologien: Vom “großen Austausch” bis zum Fortbestand des deutschen Reiches

19.06. Extremismus als ideologischer Kampfbegriff: Fehler und Zwecke der Extremismustheorie

Alle Veranstaltungen finden jeweils ab 18 Uhr in der Uni Bremen im GW2 B2900 statt.


Vergangene Veranstaltungen

Podiumsdiskussion: Wählen für Europa: Eine demokratische Pflicht oder ein großer Fehler?

Die Podiumsdiskussion wurde aufgezeichnet und ist hier zu finden.

In Europa wird gewählt und alle Kanäle sind gefüllt mit Aufrufen zur Wahl.

Das schärfste Argument für die Wahl 2019 heißt „Europas Schicksalswahl“. Parteien und Politiker*innen verschiedener europäischer Staaten, die sonst gar nicht harmonieren, rufen zu einem JA zu Europa auf – gegen äußere Mächte und innere „populistische“ Gegner. Diese Rechten, die sonst auch nicht harmonieren, rufen auch zu einem JA auf: sowieso zu ihnen, aber auch zu Europa, dem Europa „der Völker“, das sie versprechen. Beide Fraktionen der konkurrierenden Politiker*innen können und wollen mit der Macht Europas, um die sie sich bewerben, offenbar etwas anfangen. Aber wie kommen in ihren Alternativen der politischen Machtentfaltung die Wähler*innen vor? Worum geht es überhaupt bei diesen Alternativen?

Klimawandel, Migration, Grenzsicherung, Frauenrechte, Steuerflucht, Lohndumping… an all so was sollen die Wähler*innen denken, und immer nur das Gleiche denken: Dafür braucht es erstens das Staatenbündnis Europa und zweitens dafür zu wählende Politiker. Ist das einleuchtend? Sind Europas Politiker*innen nicht längst in allen diesen „Fragen“ zugange? Wo kommt der wahlwirksam dramatisch vor Augen geführte Änderungsbedarf denn her? Ist die Wahl ein Mittel der Wähler*innen, die von ihm gewünschte Änderung durchzusetzen? Ist das Wahlkreuz nicht gerade der Verzicht auf jede Einflussnahme – immerhin werden die Politiker*innen beauftragt, ganz nach ihrem Gewissen und ihrem Erfolg im Bündeln Europa zu führen?

Oder haben solche Fragen jedes Recht verloren, weil es sonst die Rechten machen? Muss nicht gerade angesichts dieser prekären Alternative zwischen den etablierten Parteien als Vertreter*innen der EU wie es sie gibt auf der einen und den Rechten auf der anderen Seite in Europa wieder eine parlamentarische Linke groß gemacht werden? Und wenn schon keine der Parteien die perfekte Vertretung darstellt, ist es dann nicht besser ein kleineres Übel als gar nicht zu wählen?

Diese und weitere Fragen werden wir am Mittwoch, den 22.05.19 ab 18 Uhr im DGB-Haus unserem Podium stellen. Vertreten sind:

Nelson Janßen
(MDBB für die Linksfraktion)

Jonas Köper
(Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt)


Die Veranstaltungen aus Januar 2019:

09.01. Rechte Umtriebe in Bremen und Umzu
(Experte vom Bündnis gegen Rechts)

16.01. Zum Rechtsruck in Deutschland: Die Fehler Rechten Denkens und die Falsche Kritik daran
(Prof. Dr. Freerk Huisken)

23.01. Präsident Trump: populistisch, chaotisch, undemokratisch – oder der passende Präsident der Supermacht USA?
(Prof. Dr. Margret Wirth)

30.01. Die Lehren aus 1933 und der Kampf gegen den Faschismus heute
(Sven Wurm)

Alle Veranstaltungen finden jeweils ab 18 Uhr in der Uni Bremen im GW2 B2900 statt.


Pressemitteilungen:
– 29.08.18: Pressemitteilung Ostendorf
In dieser Pressemitteilung geht es darum, wie das Studi-Wohnheim Fizz als Reaktion auf einen Antifa-Bericht einem rechten Funktionär die Standerlaubnis auf dem Uni-Campus verwehrt

Hochschulpolitik

Das Referat widmet sich im Wesentlichen  zwei Aufgaben:

Erstens der kritischen Begleitung hochschulpolitischer Entscheidungen unserer Universität bzw. des Landes Bremen im Interesse der Studierendenschaft. Das betrifft zum Beispiel die strategischen Hochschulentwicklungspläne, Stellenkürzungen und die Verteilung von Geldern.

Zweitens versuchen wir mit dem Referat weiter die Rahmenbedingungen für politisches Engagement von Einzelpersonen, StuGen, Initiativen und hochschulpolitischen Gruppen zu verbessern, Entscheidundgsprozesse zu demokratisieren und die Uni als Raum für politische Auseinandersetzungen zu erhalten. Prägend ist dabei die Haltung, dass Hochschulpolitik genauso wie Wissenschaft, Lehre und Studium selbst nicht in irgendeiner losgelösten Sphäre stattfindet – und politische Debatten, die über den Tellerrand der Universität hinaus gehen, klar im Interesse der Studierendenschaft sind.

Zur Zeit arbeiten wir im Referat vor allem zu den folgenden Themen:
(Details ausklappbar)

Neue Hausordnung

Die Leitung der Universität arbeitet schon seit längerem daran, der Universität eine Hausordnung zu geben. Die Interessen der Studierendenschaft werden dabei in entscheidenen Punkten einfach übergangen. Das Rektorat beharrt darauf, dass es nunmal nicht in unseren Zuständigkeitsbereich falle, als Studis die Regeln unseres Zusammenlebens auf dem Campus mit zu gestalten. Das wirkt sich selbstverständlich auf die Ordnung aus: Nicht nur sind jetzt der Alkohlkonsum in allen Gebäuden der Universität und Grillen auf dem Uni-Gelände mit inkrafttreten der neuen Hausordnung prinzipiell verboten – wer also auf eine bestandene Examensprüfung anstoßen will, mit seinem StugA ein Bier trinken, oder im Rahmen der Orientierungs-Woche grillen, der muss rechtzeitig einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung bei der Verwaltung stellen und auf eine schnell arbeitende & positiv gesonnene Unileitung hoffen.
Auch der ganze Charakter des Papiers lebt von der einseitigen Perspektive einer Verwaltungsinstanz auf unser Unileben: Erstmal wird alles verboten – Mitarbeiter und Studierende werden ausdrücklich dazu angehalten, Verstöße von anderen zu melden – Aber Transparente Kriterien für die Genehmigung von Ausnahmen oder transparente Richtlinien dazu, was wie geahndet wird soll es nicht geben.
Gegen eine solche Ordnung, in der sich die Unileitung selbst maximale Entscheidungsfreiheiten zuspielt und die Freiheit jedes einzelnen darunter leidet, machen wir als Vertretung der Studierendenschaft nicht mit.
Zusammen mit den Vertreter*inen Studiengangskonferenz (StuKo) ist das HoPo-Referat (stellvertretend für den AStA) dazu bereits mit dem Rektorat im Gespräch und werden uns in allen Gremien und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln für eine vernünftige liberale Ordnung des Miteinanders an unserer Universität einsetzen.

Wissenschaftsplan 2025
Nach 15 Jahren rot-grünem Spardiktat an den Bremer Hochschulen hat die Senatorin für Wissenschaft jetzt noch kurz vor der Wahl 2019 einen neuen Plan vorgelegt, wie das Land Bremen den nächsten Jahren seine Hochschulen entwickeln will: Den Wissenschaftsplan2025

Das Papier wirbt dabei auf den ersten Blick mit großen Zahlen und ambitionierten Zielen:

2025 soll es im Vergleich zu 2019
* 89Mio Euro mehr Landesmittel für die Hochschulen geben
* 69 neue Professuren
* Den Aufbau eines ganzen Akademischen Mittelbaus
* mehr Investitionen
* sowohl bei der Ausstattung mit Sachmitteln als auch in den Betreuungskorrelationen (wieviel Studis pro Lehrpersonal) möchte man sich “an den Bundesdurchschnitt anpassen”
* Dem Mangel an bezahlbarem studentischen Wohnraum soll mit dem Bau neuer Wohnheime begegnet werden
* Den Hochschulen wird mehr Autonomie zugestanden, wenn es um die Berufung von Professuren und das Einrichten, Ändern und Schließen von Studiengängen geht.
* Bologna-Reform (Entzerrung der Curricula, Reduktion der Prüfungsdichte…) ist ein Ziel
* Die Qualität der Lehre soll (etwa bei der Berufung von Profs) mehr Gewicht bekommen
* Wieder sollen zu 2024/25 wichtige Forschungsschwerpunkte zu einer erfolgreichen Exzellenz-Strategie-Bewerbung geführt werden, um die Uni Bremen “dem Wettbewerb als Exzellenzuniversität erneut stellen zu können”
* Und der Transfer zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft ist ein Schwerpunktthema

Hat sich damit studentischer Protest etwa wie zu dem letzten Wissenschaftsplan (Kürzungen überall, Schließung des Studiengangs Psychologie…) erledigt? Können wir den Hochschul-Leitungen in ihrem Applaus für die Senatorin nur zustimmen?

Schön wär’s. Leider zeigt sich bei einem genaueren Durchgang der Zahlen und Pläne an allen Punkten von oben deutlich, dass die in Aussicht gestellten Mittel 1. weder den von der Senatorin selbst gesteckten Zielen 2. noch dem dringenden Bedarf -sprich dem S c h a d e n gerecht wird, den der rot-grüne Sparkurs in den letzten zwei Jahrzehnten angerichtet hat.

Und vieles, was sich auf den ersten Blick wie eine Trendwende und das Schaffen neuer Spielräume an den Hochschulen liest, entpuppt sich bei genauerer Lektüre nur als das Fortschreiben bestehender Verhältnisse.

Die detailiierte Stellungnahme zum Wissenschaftsplan, die wir gemeinsam als AStA der Universität Bremen, AStA der Hochschule Bremen und dem AStA der HfK Bremen gegenüber der Senatorin, dem Wissenschaftsausschuss, den Fachpolitiker*innen der Parteien und in Workshops einer interessierten Öffentlichkeit vertreten haben könnt Ihr hier nachlesen:

Gemeinsame Stellungnahme der ASten



Raumnutzung und Zensur an der Uni

In den letzten Jahren gibt es eine Reihe von Veranstaltungsverboten an der Universität und Hochschule Bremen, die bisher kaum politisch aufgearbeitet wurden. Betroffen sind dabei insbesondere Vorträge, die sich kritisch mit der Türkei auseinandersetzen und pro-kurdische Veranstaltungen- auch dann, wenn sie vom AStA mitorganisiert wurden. Aber etwa auch eine Veranstaltung die sich der Zivilklausel-Debatte widmen wollte ist nicht genehmigt worden.
Während sich Uni- und Hochschulleitung bisher auf die scheinheilige Begründung zurückziehen, dass ausgerechnet diese Veranstaltungen nicht in das Mandat des AStA fallen würden, einen Beitrag zur politischen Bildung der Studierendenschaft zu leisten- aber andere, explizit allgemeinpolitische Veranstaltungen selbstverständlich stattfinden dürfen- vertreten wir die klare Position, dass eine Zensur politischer Diskussionen und Veranstaltungen an unserer Uni nicht stattfinden darf! Zur Aufklärung der Hintergründe von Veranstaltungsverboten hat sich deshalb aus dem Hopo-Referat heraus ein Arbeitskreis (AK Zensur) zusammen mit Vertreter*innen des Uni- und Hochschul-AStA, kritischen Jurist*innen und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) gebildet. Wenn Ihr Infos zu nicht genehmigten Raumanfragen, kurzfristig verbotenen Veranstaltungen und ähnlichem an unseren Hochschulen habt, meldet Euch bei akzensur@riseup.net

Zudem haben zuletzt die Entscheidung der Behörde, dass auch der Bildungssektor Einnahmen generieren soll, in dem hohe Raumnutzungsgebühren für Uni-Extrerne erhoben werden sowie die kürzlich neu eingeführte Dokumentationspflicht für Raumnutzungsanträge weiter dazu geführt, dass weniger selbstorganisierte politische Veranstaltungen, Lesekreise, workshops etc. an der Universität stattfinden.

Das Referat für Hochschulpolitik & Gesellschaft und der AStA insgesamt sind sich einig in der Überzeugung, dass die Uni als Raum für offene politische Auseinandersetzungen auch über den rein hochschulpolitischen Kontext hinaus gegen derartige Entwicklungen verteidigt werden muss.

Reform der Wahlordnung- Hürden für Trans*Menschen abbauen

Während die Hochschulpolitik an der Universität vor allem darunter leidet, dass es so wenig Beteiligung an der Gremienarbeit, an den Uni-Wahlen
und vor allem an der aktiven Arbeit in den Organen der Studierendenschaft gibt, wird es manchen Menschen die sich aktiv einbringen und zB zur Wahl stellen WOLLEN unnötig schwer gemacht. Neben Studis, die kein deutsch sprechen betrifft das zum Beispiel Trans*Menschen: Aus der letzten SR-Wahl sind uns zwei Fälle von Kandidat*innen bekannt, die sich zur Wahl aufstellen lassen wollten- aber nicht für alle sichtbar mit dem Vornamen (und Nachnamen) auf dem Wahlzettel stehen, der ansonsten nur noch im Pass steht, aber weder ihrer Geschlechtsidentität entspricht, noch als ihr Rufname bekannt ist.
Wir finden nicht, dass ein Wahrnehmen des passiven Wahlrechts ein Zwangs-Outing für Trans*Menschen voraussetzen sollte.
Unserer Auffassung nach ist die einfachste Lösung eine entsprechende Änderung der Wahlordnung.
Vor allem vor dem Hintergrund, dass das Verfahren der Personenstands- und Namensänderung nach wie vor viel zu kostspielig ist, (bis zu 3.000 Euro) viel zu lange dauert (bis zu 2-3 Jahre) und Trans*Menschen der längst überholten und nach Expertinnenmeinung verfassungswidrigen Praxis aussetzt, von zwei unabhängigen Gutachtern beurteilen lassen zu müssen, ob wirklich eine Transsexualität vorliegt und die Begutachteten schon länger so leben.

Im Gespräch mit dem Autonomen Feministischen Referat (femref), dem Verein Trans*Recht e.V., in dem Bereich engagierten Anwält*innen und den Trans*Menschen, die uns auf die Problematik aufmerksam gemacht haben arbeiten wir an einem Änderungsvorschlag, der möglichst unbürokratisch,

Transparenz

Eine zentrale Vorausstzung für hochschulpolitisches Engagement und die kritische Begleitung von Entscheidungen und Verwaltungspraxis der Uni überhaupt ist die Transparenz dieser Entscheidungen. Leider wehrt sich die Uni-Leitung in einigen Bereichen noch dagegen, ihre Arbeit von einer (studentischen & allgemeinen) Öffentlichkeit transparent zu machen und kontrollieren zu lassen.

Vor dem Hintergrund begrüßen wir als HoPo-Referat auch ausdrücklich die jüngste Klage gegen die Universität Bremen durch einen ihrer Studenten, weil sie sich trotz widerholter Aufforderung der Landesbeauftragten weigert, Informationen zu einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz herauszugeben:
Mehr Infos zur Anfrage

 

Kontakt

Alle Studis, Stugen, hochschulpolitische Gruppen und Menschen, die irgendein hochschulpolitisches Anliegen haben oder sich für unsere Arbeit interessieren, erreichen uns am besten via mail unter:

hopo@asta.uni-bremen.de

 

Social Media

Einblicke in die Hochschulpolitik und die Arbeit des Referats bieten wir Euch in Zukunft auch direkt hier:

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Kritische Wissenschaft

Das Studium an einer modernen Universität folgt dem Imperativ, eine nützliche Wissenschaft zu erlernen. Über was auch immer aus den Bereichen Natur und Gesellschaft dort geforscht und gelehrt wird, stets geht es (auch) um die Frage wie es zur Gewinnemacherei der Unternehmen, der Organisation der politischen Gewalt oder überhaupt dem gesellschaftlichen Zusammenleben beiträgt und wie diese Einrichtungen im Zweifelsfall besser zu beherrschen wären. Kritik ist, abgesehen von den notorischen Zweifeln, ob all die Einrichtungen wirklich immer die guten Aufgaben erfüllen, die man ihnen zuschreibt, von einer solchen Wissenschaft eher nicht zu erwarten. Eine Analyse der gesellschaftlichen Zwecke, die diese begründen würde, stünde zu ihrem konstruktiven Charakter in einem erkennbaren Gegensatz.

Der Tatendrang einiger Unzufriedener, die sich nicht einverstanden erklären mit der kapitalistischen Ökonomie, dem Staat, der die Dauerhaftigkeit dieser Ökonomie mit seiner Gewalt garantiert und dem nationalistisch verdorbenen Geisteszustand des entscheidenden Teils der Bevölkerung, hat allerdings auch seine Heimat an der Universität. Er betätigt sich als Protest, der hier mal eine Gesetzesinitiative durchzudrücken und dort mal ein klimaschädigendes Unternehmen zu schädigen versucht. Dass eine ernsthafte Absage an kapitalistische Verhältnisse es aber erfordert, sich theoretisch – und praktisch erst recht – mit der kompletten bürgerlichen Welt anzulegen, mit all den Notwendigkeiten und Gepflogenheiten des Konkurrierens, an denen moderne Menschen sich aufreiben und ihre Funktion in diesen und für diese Verhältnisse praktizieren, und mit all den Vorstellungswelten geistig aufzuräumen, die dieser Lebensführung einen Sinn geben, das scheint auch hier kaum geläufig. Eher wähnt man sich auf der sicheren Seite der Sicherheit, dass echt herzensgute Menschen sowieso kaum guten Gewissens für diese Verhältnisse sein können. 

Eine wissenschaftliche Befassung damit, wie diese Gesellschaft beschaffen ist, welche Prinzipien sie zusammenhalten und insofern eine Kritik der verschiedenen Arten, sich geistig wie praktisch hier einzurichten und ein Leben lang damit zu kämpfen, es sich einigermaßen angenehm zu machen oder das zumindest einzureden, nimmt sich das neue Referat für kritische Wissenschaft vor. Zu diesem Zweck wird es verschiedene Angebote geben, wesentlich und als erstes freut sich das Referat auf eine offene Diskussionsrunde, die mit der kritischen Orientierungswoche beginnt, sich aber auch danach stets über neue Gesichter freuen wird.

Kontakt: kriwi@asta.uni-bremen.de

Spezifische Ankündigungen für einzelne Angebote folgen, wer auf dem Laufenden bleiben will kann sich aber gerne auch schon per Mail melden…

Aktuell

Es wird ein kritischer Lesekreis angeboten, der sich als nächstes dem Text “Lohn, Preis, Profit” widmet:

Jeder weiß, mit Geld kann man alles kaufen, beschränkt nur durch die Quantität, die einem zur Verfügung steht. Aber was ist die gemeinsame Sache, die auf den Preisschildern der in ihrer Nützlichkeit ganz unterschiedlichen Waren ausgedrückt ist und getrennt von ihnen dann auch im Geld steckt? Marx meinte, wie andere vor ihm, mit einer Größe namens „Wert“ die Antwort gefunden zu haben.

Jeder weiß, dass moderne Unternehmen beständig ihren Geldreichtum vermehren, also Gewinne machen und investieren. Aber wie bewerkstelligen sie dies, wenn sie doch auf dem Markt erst als Käufer auftreten wie jeder andere, dort ganz bestimmte Waren gegen Geld erwerben — es werden Produktionsmittel gekauft und Leute bezahlt, damit sie in dem Produktionsprozess arbeiten — und später als Verkäufer zu spüren bekommen, dass sie mit einer Sphäre der Äquivalenz konfrontiert sind. Marx jedenfalls war sich sicher, dass die Gesamtheit der Kapitalistenklasse eines Landes sich nicht selbst übervorteilen kann.

Lohn, Preis und Profit sind einerseits keinem Insass*innen der Marktwirtschaft unbekannte Größen; andererseits enthalten sie laut Marx das ganze Geheimnis der Verwertung, weshalb er ihren Zusammenhang vor mehr als 150 Jahren nicht nur in drei dicken Bänden des Kapitals erläutert hat. Dabei ist augenscheinlich, dass seine Fragen mit den allgegenwertigen Klagen über Niedriglöhne, unbezahlbare Preise und Profitgier nichts zu schaffen haben:

Welche Bestimmungen hat der Reichtum, wenn er als ungeheure Warensammlung vorliegt und im Geld gemessen wird? Und wie vermehrt sich dieser Reichtum der kapitalistischen Gesellschaft?

Das Referat für kritische Wissenschaft lädt ein zu einem Lesekreis, der sich mit den Bestimmungen von Lohn, Preis und Profit befasst.

Bei Interesse meldet euch gerne bei kriwi@asta.uni-bremen.de, dann bekommt ihr etwas Lesestoff vorab. Ansonsten freuen wir uns auch auf spontan interessierte: kommt einfach am Mittwoch, den 22.11. um 16:30 Uhr in die AStA-Etage


English version:

Critical Science

Studies at modern universities are committed to the objective of being a useful science. Whatever is researched and taught in the areas of nature and society, it’s always connected to the question, how the knowledge can be used for the profit of enterprises, the structure of sovereignty or generally wellordered social relations – also, it is asked, hosw those institutions can be governed better. Critique is – aside from notorious doubts, if all those institutions really perform their good and rightful duties that are attributed to them – not something one can expect from such sciences. A thorough analysis of economic and societal purposes that would be the basis of a consistent critique would be a direct contradiction to the constructive character of modern studies.

The drive and enthusiasm of a few that do not agree with the capitalist economy, the state that guarantees its continued existence by its power, or with the nationalistic state of mind of significant parts of the population, however, has its place at the universities, too. Their enthusiasm operates as protest that tries to bring a few legislative initiatives in motion and conclude them now and then, or becomes apparent in the aim of damaging climate-damaging enterprises here and there. There’s one thing hardly anyone here seems to notice: A serious rejection of capitalist conditions would require to theoretically and – practically all the more – oppose all of the bourgeois world, all of the necessities and practices of civil competition, on which modern humans wear themselves out. It would imply to oppose the practices that are necessities in and for this society and to reject all concepts that are used as individual purposes and meanings for such a harmful way of living. Instead, one is far too often pacified by the superficial thought that kind-hearted people would never agree with these conditions with clear conscience.

A scientific investigation of how this society works and which principles hold it together is what the newly established unit for critical sciences aims for. Thus, we also aim to critique all the ways, in which people arrange themselves mentally as well as practically with this society, only to struggle their whole lives to make life here somewhat comfortable or at least talk themselves into believing it. In order to achieve this, there will be various options. For a start, the unit of critical science is looking forward to an open discussion, starting with the critical orientation week, but also happy to see anyone after this time, too.

You can contact us here: kriwi@asta.uni-bremen.de

Specific announcements for separate events will follow. If you want to be updated earlier, you can write us an e-mail. We will gladly reply.

Vernetzung

Der AstA hat traditionell ein gutes Verhältnis zu vielen Aktivistischen Gruppen in Bremen und umzu. Dass dieses Verhältnis gepflegt werden muss, ist selbstverständlich. Dieses Jahr kommt noch ein Neustart auf der Bundesweiten Ebene dazu: Ein neuer Versuch, mit einer lokalen “Lernfabriken Meutern”-Ortsgruppe durchzustarten ist in Planung!

In der bundesweiten und lokalen Ausrichtung der AstA-Vernetzung hat sich in letzter Zeit vieles im Bereich migrantisches Selbstorganisierung und intersektionaler Anti-Rassismus-Arbeit getan. So hat der AstA lokale Gruppen wie “Together we are Bremen” und das “Solidarity-City-Bremen”- Bündnis unterstützt, aber auch bundesweite Mobilisierungen von #Unteilbar und dem dynamischen Bündnis We’ll com united.

Aber auch auf Uni-Ebene ist Vernetzung wichtig! Einerseits können viele Initiativen an der Uni gern neue Leute gebrauchen, andererseits sind Neugründungen von studentischen Gruppen immer gerne gesehen! Wenn ihr Ideen sucht oder Unterstützung bei der Kontakaufnahme zu bestimmten Gruppen, sagt gerne Bescheid, und das Vernetzungsreferat teilt seine Ressourcen und Erfahrungen! Es kann gar nicht genug studentisches Engagement an der Uni geben!

Traditionally, the Asta has a very close relationship with activist groups in Bremen and around Bremen. Obviously, this relationship must be taken care of continuously. This year, we are working on a restart of the education-activism-Alliance “Lernfabriken meutern”, which roughly translates to Learn-Factory-Mutiny.

In the national frame and on the local level, the focus of the networking shifted to migrant self-organisation and intersectional anti-racist work. The AstA Supports the struggle of “Together we are Bremen” and the “Solidarity-City-Bündnis Bremen” and also supports nationwide mobilizations like #unteilbar and “We’llcome united”.

But on the level of the university, networking is also very important! One one hand, many initiatives on the campus are in need of new activists, on the other hand we always like to see people starting new groups! If you are looking for help, finding or founding a group, please contact us! The Networking Division is here to help, and there can’t be enough activism on campus!

Kunst und Kultur

— English version below. —

Universitäts Boulevard

Hier geht´s zu den Infos über das Kultursemesterticket.

Hier geht´s zu aktuellen Veranstaltungen.

Mit dem Wintersemester 2019/2020 startet nicht nur das Kultursemesterticket, sondern auch die Arbeit des ersten AStA-Referats für Kunst & Kultur. Bei unseren ersten beiden Kooperationspartner*innen, dem Theater am Goetheplatz und der Bremer Shakespeare Company, bekommst Du für alle regulären Vorführungen ab drei Tagen vor Vorstellungsbeginn Dein Ticket kostenlos. Mit weiteren Kooperationspartner*innen sind wir im Gespräch, sodass wir sukzessive das Angebot an besonderen Vorteilen ausweiten. Dabei sind insbesondere kleinere Kollektive, Gruppen und Institutionen im Fokus, denn eine wertende Unterteilung in Hoch- bzw. Subkultur steht unserem Verständnis von Kultur als performative Lebenspraxis entgegen.

Unsere Ziele für die Legislatur 2019/2020 sind

  • Förderung und Erhalt der studentischen Freiräume (insbesondere Souterrain & GW3)
  • Einrichten einer jährlichen Förderung für universitätskritische Kunstinstallationen auf dem Campus
  • Schaffen neuer Plakatierungsflächen für nicht-kommerzielle Veranstaltungen
  • Ausweiten der Kooperationspartner*innen des Kultursemestickets und
  • Organisation themenbezogener Bildungsveranstaltungen (Filme, Vorträge, Workshops, Partys etc.).

Darüber hinaus ist das Referat für Kunst & Kultur jederzeit behilflich beim Stellen von Förderanträgen für emanzipatorische, grüne und diskriminierungssensible Kunst- und Kulturprojekte. Für nicht-kommerzielle Veranstaltungen unterstützen wir gerne bei der Öffentlichkeitsarbeit auf dem Campus (z.B. Druck, Verteilen & Hängen von Flyern & Plakaten, Reposts & Likes auf Social Media-Kanälen).

Kontakt:
kunstkultur [at] asta.uni-bremen.de

Sprechzeiten:
immer donnerstags ab 18 Uhr im HoPo-Büro auf der AStA-Etage

Department for Art & Culture

Staircase GW2

Click here for more information about the culture semester ticket.

Click here for current events.

With the winter semester 2019/2020 not only the culture semester ticket starts, but also the work of the first AStA department for art & culture. At our first cooperation partners, the Theater am Goetheplatz and the Bremer Shakespeare Company, you will receive your ticket free of charge for all regular performances from three days before the start of the performance. We are in discussions with various other cooperation partners so that we can gradually expand the range of special benefits for you. The focus here is on smaller collectives, groups and institutions in particular, because a judgmental subdivision into high- and subcultures stands in the way of our understanding of culture as a performative practice of life.

Our goals for legislature 2019/2020 are

  • funding and preservating of studential free spaces (especially Souterrain & GW3)
  • establishing an annual grant for university-critical art installations on campus
  • creating of new billboards for non-commercial events
  • expanding the cooperation partners inside the culture semester ticket and
  • organizing theme-related educational events (films, lectures, workshops, parties, etc.).

In addition, the department for art & culture is always available to assist in applying for funding for emancipatory, green and discrimination-sensitive art and cultural projects. For non-commercial events we gladly support public relations work on campus (e.g. printing, distributing & hanging flyers & posters, reposts & likes on social media channels).

Contact:
kunstkultur [at] asta.uni-bremen.de

Office hours:
every Thursday from 6 p.m. in the HoPo office on the AStA floor

Klimapolitik

Department for Climate Politics

The climate crisis is a real threat to human civilization and the greatest task we as humans are facing today. The overwhelming scientific facts predict future scenarios that are already beginning to become reality. The earth is heating up more and more; a global warming of 1.5 degrees Celsius has already occurred. Terrible news are reaching us, especially from the Global South: droughts, famines and natural disasters are happening more often. In the next decades this development will become more and more urgent. New diseases and epidemics will develop. More and more people will lack the resources to survive. Every eighth person worldwide will have to flee from the natural disasters that will destroy their homes, and the number of deaths will continue to rise.

But not only humans are affected. Through the human-made global warming, we are destroying the delicate ecosystem of our planet. Mass extinction is currently taking place. Every 11 minutes an animal species goes extinct. In Germany, the number of birds has decreased by 80% since 1800. 80% of insects have already disappeared in the last 25 years. By 2050 every third plant species could be extinct.

The list of damage done is long and we have almost reached the point of no return. The resource capacities of your planet are almost exhausted. We trigger irreversible chain reactions, such as polar ice melting, the release of large methane quantities in the deep sea, and the displacement of the Gulf Stream. At this point, we and all future generations will be deprived forever of a future worth living.

But since humans are responsible for this crisis, it is also our responsibility as society to stop it. The climate justice movement has been putting pressure on politics and the economy not only since “Ende Gelände” (german climate action group) or Fridays For Future, but is now getting even louder. They demand a close following of the Paris climate agreement. And even if many of the necessary measures have to be taken on a global level, a lot has to happen right here in Germany, in Bremen and at our university. Germany must be climate neutral by 2035 at the latest and Bremen by 2030. It demands an immediate social-ecological turn. Compromises should be made at the expense of the economy instead of the expense of our climate. It requires change of system at all levels.

We as the Department of Climate Politics would like to advocate a climate-neutral university. That means scientific and social commitment to climate justice. In concrete terms, we are funding climate politics actors in Bremen (like the students for future) with AStA resources. We are also organizing events of political education, and activities in cooperation with other departments. This means initiating more (research) projects on sustainability. We are fighting for new professorships in order for the University to become an anti climate change university. For this purpose, the structures of the university have to be questioned: the power supply, the mobility around the university, the approach to food, and the climate neutrality of the university buildings. Even though the University has the image of being very sustainable, we would like to make facts from ambitions.

There is still a lot to be done. That is why the Climate Politics Department is fighting locally for climate justice and for a world worth surviving on!

Students for Future Plenary Session: Every friday, 2:00pm, on the AStA Floor (Room A2130)

Queerpolitik

Wir setzen uns für eine queerfreundlichere Uni ein. Wir stehen für ein feministisches Weltbild ein, das niemanden zurücklässt und keine Art von Diskriminierung toleriert!

Vernetzung untereinander ist uns wichtig. Wir stehen in Kontakt mit diversen queeren Gruppen, also schreibt uns ruhig an, falls ihr Ansprechpartner*innen sucht! Auch wollen wir mit Veranstaltungen dafür sorgen, dass ihr untereinander Kontakte knüpfen könnt.

Weiterhin wollen wir über feministische Themen informieren und aufklären.

E-Mail: queerpolitik@asta.uni-bremen.de


Department for queerpolitics

We advocate for a queerfriendlier university. We stand for an intersectional feminist worldview were no one is left out and we don’t tolerate discrimination of any kind!

Connections with other groups is important to us. We stay in contact with several queer groups- just message us if you need a queer contact person! Through events we want to encourage connections between you.

Besides we want to inform about feminist Themes.

E-Mail: queerpolitik@asta.uni-bremen.de