Souterrain

Das Souterrain ist ein offenes -, selbstorganisiertes – und linkes Kollektiv, das an der Uni Bremen versucht, einen Freiraum zu schaffen. Täglich stellen wir Kaffee und andere Getränke gegen freie Spende zur Verfügung, um den Menschen an der Uni einen gemütlichen Rückzugsort zu bieten. Dabei versuchen wir einen möglichst unkommerziellen und kapitalismuskritischen Rahmen zu schaffen und befinden uns dabei in einem kritischen Verhältnis zu universitären und staatlichen Stellen.

Wir wollen alle Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation, ihrem rechtlichen Status und ihrer persönlichen Identität die Möglichkeiten zur Partizipation bieten.

Gerade an Bildungseinrichtungen, an denen Leistungsdruck und Lernstress große Rollen spielen, halten wir es für wichtig, mit Freiräumen wie dem Souterrain einen Gegenpol zu schaffen. Wichtiger Teil davon ist die Bereitschaft zu offenen Diskussionen und der Austausch verschiedener Meinungen. Dabei versuchen wir, den Raum diskriminierungsfrei zu gestalten und in einem ständig währenden Prozess bestehende Herrschaftsmechanismen und Hierarchien abzubauen. Teil davon ist die Bereitschaft, eigene Privilegien und diskriminierende Haltungen zu erkennen und zu überdenken und die eigene Meinung zur Diskussion zu stellen. Unserem Verständnis nach endet die eigene Freiheit dort, wo die Freiheit anderer eingeschränkt wird. Dementsprechend wird rassistisches,antisemitisches, sexistisches, trans- und homofeindliches und anderes diskriminierendes Verhalten im Souterrain nicht toleriert.

Bei unserem wöchentlichen Plenum ist es uns wichtig, Entscheidungen gemeinsam in Diskussionen zu erarbeiten und möglichst im Konsens zu treffen. Das heißt nicht, dass alle Beteiligten exakt einer Meinung sein müssen, sondern, dass die getroffene Entscheidung von allen mitgetragen werden kann.

Das Souterrain bietet eine Alternative zum alltäglichen Trott und die Möglichkeit, emanzipatorischen Projekten und Gedanken Platz zu schaffen. In der Praxis bedeutet das für uns, wenig berücksichtigten Ideen und Konzepten eine Plattform zu bieten. Wir verstehen uns als einen Ort, an dem auch die unterschiedlichsten Veranstaltungen stattfinden können, die ansonsten in einer kapitalistisch organisierten und strukturell diskriminierenden Gesellschaft keinen Platz finden würden.

Da das Souterrain und auch andere Freiräume keine Selbstverständlichkeit sind und durch die Menschen, die es ausfüllen, leben, braucht es immer wieder neue motivierte Leute, die bereit sind, mit uns gemeinsam den Raum weiter und neu zu gestalten. Bei uns sind alle Menschen willkommen, unabhängig in welchen gesellschaftlichen Kontexten sie sonst unterwegs sind, solange sie sich mit diesem Selbstverständnis identifizieren können. Gemeinsam mit euch wollen wir einen Ort schaffen, in dem unsere Wünsche und Bedürfnisse im Zentrum stehen.

Das Souterrain befindet sich unter der Mensa. Wenn ihr von der Haltestelle Universität Zentralbereich unter der Unterführung und durch die Tür zur Mensa geht findet ihr uns gleich auf der rechten Seite.

Kontakt: souterrain_hb@riseup.net

Für aktuelle Informationen: Besuche unsere Website oder schaue auf Facebook vorbei!

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The Souterrain is an open -, self – organized – and left collective, which tries to create a free space at the University of Bremen. Every day we provide coffee and other drinks for free donations to create a comfortable retreat for the people at the university. In doing so, we try to create a framework that is as uncommercial and as critical of capitalism as possible, and we are in a “critical” relationship with the university and the state authorities.

We want to offer everyone the opportunity to participate regardless of their financial situation, legal status and personal identity.

Especially in educational institutions where performance pressure and learning stress play important roles, we consider it important to create a counterbalance with open spaces such as the Souterrain. An important part of this is the willingness for open discussions and the exchange of opinions. In doing so, we try to make the space non-discriminatory and to dismantle existing mechanisms of domination and hierarchies in a perpetual process. Part of this is the will to recognize and rethink one’s own privileges and discriminating attitudes and to put one’s own opinion up for discussion. In our understanding, one’s own freedom ends where the freedom of others is restricted. Accordingly, racist, anti-Semitic, sexist, trans-homophobic and other discriminatory behavior in the Souterrain is not tolerated.

At our weekly plenary session, it is important for us to work out decisions together and, if possible, by consensus. This does not mean that everyone involved must have exactly one opinion, but that the decision taken can be supported by everyone.

The Souterrain offers an alternative to the daily routine and the opportunity to make space for emancipatory projects and thoughts. In practice, this means providing a platform for uncommon ideas and concepts. We see ourselves as providers of a place where even the most diverse events can take place, which would otherwise find no place in a capitalistically organized and structurally discriminating society.

Since the Souterrain and other open spaces are not “natural” and live by the people who fill it, it always needs new motivated people who are willing to continue to redesign the space with us. We welcome all people, regardless of their social contexts, as long as they can identify with this self-image. Together with you we want to create a place where our wishes and needs are in the focus.

The basement is located under the canteen. If you go from the stop University Central under the underpass and through the door to the cafeteria you will find us on the right side.

Contact: souterrain_hb@riseup.net

For up-to-date information: visit our website or check Facebook! (german only)