Workshop am 02.02. »Rassismus, bürgerliche Diskriminierung & Sozialisation«

Was meint Rassismus? Wie wurde ich sozialisiert? Wie wirkt sich mein Handeln in einer Gesellschaft voller struktureller Ungleichheiten und Gewalt aus? Was meint »Weißsein«? Habe ich aufgrund meiner Hautfarbe und meiner Sozialisierung Privilegien? Oder sehe ich mich strukturellem und individuellem Rassismus ausgesetzt?

Der Workshop hat das Ziel, Deine Wahrnehmung für rassistische Diskriminierungsformen zu sensibilisieren. Du wirst befähigt, Zusammenhänge zwischen kolonial-rassistischen, bürgerlich-wissenschaftlichen Strukturen und individuellen Denk- & Handlungsmustern zu erkennen. Danach kannst Du diese Arbeitsresultate mit eigenen erlebten Ausgrenzungen verbinden lernen.

Workshopleiterin Aretha Schwarzbach Apithy schreibt derzeit ihre Dissertation mit dem Arbeitsitel »Dekolonisieren- de Analysen von diskriminierenden und durch Kolonialität geprägten Grundstrukturen und Handlungsorientierungen in der Pädagogik«. Darüber hinaus gibt sie Seminare und Workshops mit den Schwerpunkten Cultural Awareness, Weisser Feminismus, De-Kolonisation und Umgang mit Diskriminierungsformen in pädagogischen Kontexten.

Der Workshop wird vom Referat für Nachhaltigkeit des AStA der Uni Bremen organisiert und in den Räumlichkeiten des Kommunikationszentrum Paradox realisiert. Das Bündnis Seebrücke Bremen, der AStA der Uni Bremen und die Mikrofonds der Partnerschaft für Demokratie Bremen Mitte fördern den Workshop finanziell.

Damit eine diverse und intensive Gruppenarbeitet gelingt, bitte zur Anmeldung eine E-Mail mit Deinem Namen oder einem Synonym an »nachhaltig@asta.uni-bremen.de« schicken. Bitte gib in der E-Mail an »mit/ohne Diskriminierungs-/Rassismuserfahrung«.

Veranstaltung auf Facebook.

Klicke auf das Bild, um den Flyer als PDF-Datei herunterzuladen.

Früher Schluss: Personalversammlung am 28.01.

Liebe Studis und Interessierte,

die AStA-Services sind am 28.01.19 ab 14:30 eingestellt, da sich alle Mitarbeiter*innen zu einer Personalversammlung treffen.

Wir bitte um euer Verständnis,

Die AStA-Crew

PS: Das AStA-Plenum um 16:15 findet nach wie vor statt.

Vortragsreihe “Rechte Umtriebe”

Im Januar 2019 bieten wir eine Vortragsreihe zum Thema “Rechte Umtriebe” an!

Längst ist landläufig anerkannt, dass in den vergangenen Jahren ein „Rechtsruck“ in der Gesellschaft stattgefunden hat – dass rassistische Hetze seit Pegida wieder zum Fundus des Sagbaren gehört und zu „Sorgen besorgter Bürger*innen“ verklärt wird, dass die Präsenz rechtsradikaler Kräfte in Parlamenten seit den erschreckenden Erfolgen der AfD normal geworden ist, dass profaschistisches Gedankengut durch die Identitäre Bewegung ihren brachialen Glazen-Bomberjacken-Springerstiefel-Style gegen gelb-schwarzes Hipstertum getauscht hat.

Xenophobie und Nationalismus ist allerdings bei weitem nicht nur der Schmuddelecke Rechtsaußen überlassen – sie gehören ganz selbstverständlich zur politischen Landschaft. Ein Blick in die Mitte offenbart, dass sich auch Horst Seehofer, Sahra Wagenknecht, Angela Merkel, Christian Lindner – um nur ein paar der prominentesten Namen zu nennen, die Liste ließe sich endlos fortführen – in der Rolle der Verteidiger*innen deutscher Werte gefallen.

Was sollen das eigentlich für Werte sein, die zu der “Leitkultur” gehören, in die “die anderen” erfolgreich “integriert” werden müssen? Welche ideologischen Grundannahmen hat eine Gesellschaft, in der Nachrichten wie “Die AfD verlangt bundesweit die Herausgabe der Namen politisch aktiver Student*innen” oder “Die AfD installiert eine Plattform, auf der Lehrer*innen denunziert werden sollen, die schlecht über die Partei reden” nur müde Empörung statt flächendeckende Auflehnung dagegen auslösen? Was ist gegen nationalistisches Denken zu sagen, was sind Strategien der Rechten und wie kann man ihnen entgegentreten – an der Uni und darüber hinaus?

Es reicht nicht, zu Hause eine Abneigung gegen ein paar besonders radikale Parolen von Pegida zu hegen – es braucht eine kollektive Befassung. Zu diesem Zweck haben wir einige Referent*innen geladen, mit denen wir zusammen die aktuellen Entwicklungen beleuchten und analysieren können.
In diesem Sinne: kommt und diskutiert mit uns!

09.01. Rechte Umtriebe in Bremen und Umzu
(Experte vom Bündnis gegen Rechts)

16.01. Zum Rechtsruck in Deutschland: Die Fehler Rechten Denkens und die Falsche Kritik daran
(Prof. Dr. Freerk Huisken)

23.01. Präsident Trump: populistisch, chaotisch, undemokratisch – oder der passende Präsident der Supermacht USA?
(Prof. Dr. Margret Wirth)

30.01. Die Lehren aus 1933 und der Kampf gegen den Faschismus heute
(Sven Wurm)

Alle Veranstaltungen finden jeweils ab 18 Uhr in der Uni Bremen im GW2 B2900 statt.

Schöne Ferien! Enjoy your Holidays

Liebe Studis,

wir wünschen euch eine erholsame Zeit! Falls eure Neujahrsvorsätze beinhalten sollten, dass ihr mehr politisch an der Uni reißen wollt, schreibt uns gern!

Das AStA-Büro und die meisten Service-Stellen sind über die Weihnachts- und Neujahrsferien geschlossen. Leider gibt es keine Regeln dafür, dass gesetzliche Feiertage Hausarbeiten- und Klausurenstress von euch fern halten… da müssen wir wohl kollektiv gegen überladene Stundenpläne und Leistungszwänge kämpfen!

Jetzt aber erstmal ein bisschen durchatmen,

mit besten Grüßen,

Euer AStA-Team

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Dear Students,

we wish you a pleasant holiday. Tell us, if your New Year Resolutions include political activism at the university!

The AStA Office as well as most other Services of the AStA are closed during the holidays. Unfortunately, there are non laws against feeling pressure because of deadlines and exam stress… so we have to fight against an overly packed curriculum and the constant performance pressure collectively.

But lets catch a breath first.

Kind regards,

The AStA-Team

»Ausgetauscht« – Vortrag & Diskussion mit Friederike Habermann

Das Tierrechtsreferat und das Referat für Nachhaltigkeit laden herzlich zur Auseinandersetzung mit dem Thema »Tauschlogik« aus der Tierrechts- und Nachhaltigkeits-Perspektive ein.

Mittwoch, 19. Dezember, 19 Uhr

Uni Campus, Gebäude SFG, Raum 1010

Abstract:

Friederike Habermann argumentiert in ihrem Buch »ausgetauscht« sowohl gegen die Illusion, Marktstrukturen könnten vom Kapitalismus bereinigt und demokratisch reguliert werden, als auch gegen die Annahme, es komme ausschließlich auf die Eigentumsverhältnisse bei den Produktionsmitteln an.

Tausch bringe nicht nur stets »strukturellen Hass« (durch Entfremdung, Leistungsdruck etc.) mit sich, sondern zwinge ebenso strukturell zur Vernutzung von un- und unterbezahlten Elementen wie Natur, Sorgetätigkeiten und im globalen Nord-/Süd-Verhältnis. Wobei das Einbeziehen dieser Bereiche in die Tauschlogik (z.B. durch Finanzialisierung, Lohn für Hausarbeit etc.) nicht zu einer emanzipatorischen Lösung führe, sondern den Prozess nur beschleunige.

Ausgehend von viel diskutierten Ansätzen wie der »Resonanz« von Hartmut Rosa oder der »Externalisierungsgesellschaft« von Stephan Lessenich sieht Friederike Habermann einen analytischen Bruch, solange nicht die Aufhebung von Tausch angestrebt wird.