Veranstaltung zu Jörg Baberowski

Das Landgericht Köln hat eine einstweilige Verfügung gegen die Studierendenschaft der Uni Bremen erlassen. Demnach dürften wir einige kritische Aussagen in Bezug auf den Antragsteller Jörg Baberowski vorerst nicht mehr äußern. Gegen diese Entscheidung ist der AStA mit einem Widerspruch vorgegangen; das Verfahren läuft noch in erster Instanz.

Baberowski ist Dozierender an der Humboldt-Univerität zu Berlin und steht auch dort – unter anderem wegen Geschichtsrevisionismus und Apologie nationalsozialistischer Verbrechen1 – scharf in der Kritik. Zwei Referent*innen der Berliner Gruppe IYSSE (International Youth and Students for Social Equality) kommen nach Bremen, um uns von ihren Recherchen und ihren Erfahrungen zu berichten.

Kommt am 2. Februar 2017 um 18:00 Uhr in den Kleinen Hörsaal (HS 1010, „Keksdose“) und solidarisiert euch! Wir denken, dass Kritikwürdiges kritisiert gehört und nicht die Kritik mithilfe des Staates unterdrückt und zensiert werden sollte!

Mehr Informationen findet ihr hier.

Entscheidung im Akademischen Senat: Begrenzung der Prüfungsversuche abschaffen!

Wer sich über PABO für eine Modulprüfung angemeldet hat, für die*den tickt die Uhr: Wenn innerhalb von drei Folgesemestern die Prüfungsleistung nicht erfolgreich erbracht und deren Ergebnis beim Prüfungsamt eingegangen ist, trudelt der Exmatrikulationsbescheid ins Haus. Die Wiederaufnahme des Studiums ist dann bundesweit nicht mehr möglich. Dem Gedanken eines selbstbestimmten Studiums steht diese zeitliche Frist radikal entgegen.

Die Prüfungsversuche an der Uni Bremen sind seit langem zeitlich begrenzt, aber das ist nicht an jeder Hochschule Deutschlands so. Jetzt konnte erstmals wieder die Chance erstritten werden diese unnötig strenge Regelung zu kippen. Nutzen wir sie! Der Akademische Senat diskutiert in seiner nächsten Sitzung richtungsweisend über eine Regelung, die vorsieht, die Beschränkung ersatzlos zu streichen. Vergleichbare Änderungen der Prüfungsordnung an anderen Unis haben gezeigt, dass so vielen Studierenden, Dozent*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen unnötiger Leistungsdruck erspart bleibt.

Wir sprechen uns gegen eine Uni aus, die vor allem arbeitenden Studierenden, Studierenden mit Behinderung, Kindern oder zu pflegenden Angehörigen sowie Studierenden mit Prüfungsangst weitere Steine in den Weg legt, anstatt sie zu fördern und ihnen den Weg zu ebnen. Fachliche oder persönliche Schwierigkeiten, die zum Nichtbestehen von Prüfungen führen, werden durch das Damoklesschwert „Zwangsexmatrikulation“ nicht gelöst, sondern durch den erhöhten Druck erheblich verschärft.

Verleiht der Forderung nach mehr Selbstbestimmung im Studium Nachdruck und kommt am Mittwoch, den 25. Januar 2017, gegen 10:00 Uhr, mit in den Akademischen Senat im Raum GW2 3009! Aus verschiedensten Bereichen des universitären Lebens zeichnet sich eine breite Zustimmung für diese Veränderung ab – sei es von Seiten des Prüfungsamts oder aus den Reihen der Professor*innen. Es gibt daher eine realistische Chance, eine Mehrheit der Menschen im Akademischen Senat zu überzeugen, der Alternative zuzustimmen. Eine breite studentische Anwesenheit kann den entscheidenden Beitrag leisten! Der allgemeine Teil der Prüfungsordnung betrifft jeden Bachelor- und Masterstudiengang und geht uns alle etwas an!

Für weitere Informationen besucht: asta.uni-bremen.de/pv

Vortreffen: 24.01.2017 16:00 Uhr im Café L’astaire (Foyer der AStA-Etage)

FAQ zu Neuregelungen der VG Wort

Der AStA der Goethe-Universität Frankfurt am Main hat eine FAQ zu den auch uns Studierende in Bremen betreffenden Neuregelungen der Verwertungsgesellschaft WORT (VG WORT) veröffentlicht, die in aller Kürze den Sachverhalt erklärt. Die entsprechende Seite findet ihr hier.

Der AStA der Uni Bremen fordert barrierefreie und bezahlbare Wohnungen

Der AStA kritisiert den Bau eines neuen privaten Wohnheims in der Anne-Conway-Straße im Technologiepark der Universität Bremen. Jetzt, zu Beginn des Wintersemesters, sind noch viele Studierende auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung. Bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum sind in Bremen seit Jahren Mangelware und die hohen Mietpreise von bis zu 500 Euro sind für viele Studierende nicht finanzierbar. Die vollständige Pressemitteilung kann hier eingesehen werden.

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