New German language courses/ Neue Deutschkurse

Our new courses start on October 15th 2018. Click here for more information

Unsere neuen Kurse starten am 15. Oktober 2018. Siehe hier für mehr Informationen

Jahrbuch rechte Gewalt – Lesung mit Andrea Röpke

Andrea Röpke (Foto: L. Schmidt)

Am 8. November veranstaltet der AStA eine Lesung mit Andrea Röpke (Eintritt frei), der renommiertesten deutschsprachigen Journalistin im Bereich Rechtsextremismus. Ihr „Jahrbuch rechte Gewalt“ versammelt in einer Chronik alle Gewaltverbrechen mit rechtsradikalem Hintergrund, dokumentiert einzelne Fälle und Täter*innen in Reportagen und Porträts. Es leuchtet Vorgehensweisen, Täter*innengruppen, lokale Schwerpunkte und Tendenzen in Hintergrundberichten aus. Andrea Röpke berichtet über die Verbindung zwischen Hooligans und Pegida, AfD-Demonstrationen und NPD-Aktionen, über Brandserien im Havelland, wegschauende Bürger*innen und Lokalpolitiker*innen, die Hintergründe und der Prozess nach dem Angriff auf den Leipziger Stadtteil Connewitz. Alle Informationen dazu findet ihr auf unserer Veranstaltungsseite.

Wir sind alle Linksunten – Gegen die rechtspopulistische Kriminalisierung linker Strukturen

Am 25. August maßte sich der deutsche Innenminister Thomas de Maizière an, die Website linksunten.indymedia.org zunächst einfach zu einem Verein zu erklären, um sie anschließend verbieten zu können – neben einer rechtlich gesehen mehr als fragwürdigen Vorgehensweise, stellt dieser Schritt insbesondere in seiner politischen Dimension wie auch in seiner Durchführung einen klaren und in keinster Weise berechtigten Angriff auf linke Strukturen dar.
Nach dem Verbot des „Vereins“ und der Sperrung der Website erfolgte die Durchsuchung mehrerer privater Wohnräume sowie des Autonomen Zentrums KTS in Freiburg, dem mutmaßlichen „Vereinssitz“ von Linksunten, bei dem ein Großteil der Infrastruktur der KTS entwendet wurden. So nahmen die Polizist*innen nicht nur – nebenbei legale – Waffen, wie Schlagstöcke, Messer und Sprühdosen, mit, sondern griffen auch beherzt bei Speichermedien, Technik, Telefonen, der Kaffeekasse, dem Tresor sowie der Post und Unterlagen diverser Gruppen, die sich regelmäßig in der KTS treffen, zu. Gegenstände, die eben keineswegs den Betreibern von Linksunten gehören, sondern den Künstler*innen, Theatergruppen, dem Umsonst- und Infoladen, den Werkstätten und Umwelt- und Antifagruppen, die sich in der KTS treffen oder dort aktiv sind.

Was de Maizière als schweren Schlag gegen die linksextremistische Szene und das „wichtigste Medium des gewaltorientierten Linksextremismus“ feiert, ist dabei allerdings nichts weiter als der verzweifelte Versuch, kurz vor der Bundestagswahl noch einmal kräftig am rechten Rand nach Stimmen zu fischen, um potentielle AfD-Wähler*innen wieder in die heimischen Gefilde von CDU und CSU zu locken. Das ganze passt dann auch prima in die de maizièresche Strategie, die Riots beim G20-Gipfel als Argument zu nutzen um endlich alles was auch nur im Entferntesten links ist zu kriminalisieren, damit alle linken Zentren, selbstverwalteten Strukturen, emanzipatorischen Projekte und sonstige Breschen, die die schöne „heile“ Welt der CDU stören, vom Erdboden verschwinden. Dazu gehört dann natürlich auch, die Verabschiedung der Berliner Erklärung durch die Innen- und Justizminister*innen der Union.

Schön ist in diesem Zusammenhang auch, dass es eben jener Innenminister ist, der zum NSU schweigt, zum Jahrestag von Rostock-Lichtenhagen kein Wort verliert, bei rechtsextremen Übergriffen zumeist nur hohle Phrasen von sich gibt um dann wieder vor dem „linken Terror“ zu warnen und zeitgleich mit Ansehen muss wie das BKA in Mecklenburg-Vorpommern die Wohnungen von zwei Nazis (ein Polizist und ein Mitglied der Rostocker Bürgerschaft) stürmt und dort zwar keine Schlagstöcke und Sprühdosen findet, wohl aber Schusswaffen, Munition und Todeslisten mit Personen aus dem linken Spektrum – aus Angst vor Verstrickungen im Übrigen ohne Rücksprache mit den örtlichen Polizeibehörden.

Keine Uni dem Rassismus! Der verbotene AStA-Flyer zum Download

keineunidemrassismus Nachdem die wesentlichen Inhalte unseres Protestflyers anlässlich des Auftritts des rechtsradikalen „Talkshow-Professors“ (Frankfurter Rundschau) Jörg Baberowski an der Uni Bremen rund ein halbes Jahr gerichtlich verboten waren, dürfen wir den Text nun wieder vollständig publizieren – und das tun wir natürlich sehr gerne und rufen euch dazu auf, den Flyer und seine Inhalte weiter zu verbreiten. Für einen entschlossenen Kampf gegen Rechts, auf dem Campus und darüber hinaus!

Flyer-Download: Keine Uni dem Rassismus! (PDF-Datei; 42 kb)

Hinweis: Der Flyer ist verfügbar unter der freien Lizenz CC BY-SA 4.0, als Urheber zu nennen ist der AStA der Uni Bremen.

Veranstaltung zu Jörg Baberowski

Das Landgericht Köln hat eine einstweilige Verfügung gegen die Studierendenschaft der Uni Bremen erlassen. Demnach dürften wir einige kritische Aussagen in Bezug auf den Antragsteller Jörg Baberowski vorerst nicht mehr äußern. Gegen diese Entscheidung ist der AStA mit einem Widerspruch vorgegangen; das Verfahren läuft noch in erster Instanz.

Baberowski ist Dozierender an der Humboldt-Univerität zu Berlin und steht auch dort – unter anderem wegen Geschichtsrevisionismus und Apologie nationalsozialistischer Verbrechen1 – scharf in der Kritik. Zwei Referent*innen der Berliner Gruppe IYSSE (International Youth and Students for Social Equality) kommen nach Bremen, um uns von ihren Recherchen und ihren Erfahrungen zu berichten.

Kommt am 2. Februar 2017 um 18:00 Uhr in den Kleinen Hörsaal (HS 1010, „Keksdose“) und solidarisiert euch! Wir denken, dass Kritikwürdiges kritisiert gehört und nicht die Kritik mithilfe des Staates unterdrückt und zensiert werden sollte!

Mehr Informationen findet ihr hier.